Pressebericht OB Giengen
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30. Mai 2018

Pressebericht OB Giengen

Presse

Traditionsunternehmen Sconvey liefert seit 90 Jahre Fördertechnik  


Den Grundstein für das Traditionsunternehmen Sconvey legte 1928 der Neffe von Margarete Steiff, Ernst Steiff, als er den endlos gewebten Treibriemen entwickelte. Die Serienproduktion der Transportbänder startete 1950.

Heute liefert Sconvey weltweit flurgebundene Förderanlagen zum Transport von Stückgütern in alle Branchen Bei Sconvey steht der Kunde mit seinen individuellen und bedarfsgerechten Anforderungen und Lösungen im Mittelpunkt.

Ende April 2018 meldete Sconvey, wie wir erfahren haben, trotz voller Auftragsbücher, Insolvenz an. Ursache der Insolvenz seien Liquiditätsschwierigkeiten, die bei einem großen Projekt aufgetreten sind, so der beauftragte Insolvenzverwalter Michael Pluta, Ulm. Seine Anwaltskanzlei, spezialisiert auf Unternehmenssanierungen, möchte den Geschäftsbetrieb vollumfänglich fortführen. Ziel ist es laut Pluta, „den Betrieb zu sanieren und dem Fördertechnikunternehmen eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen.“

Sconvey befindet sich derzeit im sogenannten vorläufigen Insolvenzverfahren. Zum aktuellen Zeitpunkt sind noch viele Wege offen. Neben der Bildung einer Auffanggesellschaft bestehen noch zahlreiche andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Durchführung eines Planverfahrens oder auch die Rücknahme der Insolvenz, um das Unternehmen und seine 80 Mitarbeiter zu retten.

„Dass Sconvey in der jetzigen Situation weiterhin rundum aktiv tätig ist und über volle Auftragsbücher verfügt, lässt hoffen.“, kommentiert der Oberbürgermeister Dieter Henle. „Uns liegt der Erhalt der Firma selbstredend sehr am Herzen.“

Als langjähriges Tochterunternehmen der Margarete Steiff Gruppe folgte erst 2005 die Ausgliederung aus der Holding und die Umbenennung von Steif Fördertechnik in die SCONVEY GmbH. Die Verbindung zu Steiff riss nie ganz ab, was am Namen SCONVEY, basierend auf S- Steiff und convey – Fördertechnik, an den auch heute noch mit Steiff verbundenen Mitarbeitern und nicht zuletzt am Wahrzeichen der Firma Sconvey, dem Steiff-Bären, zu sehen ist, der auch heute noch bei jeder Messe (zuletzt Mitte März auf der Fachmesse Logimat) anzutreffen ist.

Sconvey verfügt heute wieder über 80 Mitarbeiter, mehrere Vertriebsbüros, die Leistung konnten in den letzten Jahren kontinuierlich von etwa 4 Mio. Euro auf rund 10 Mio. Euro im Jahr gesteigert werden.

Die Stadt Giengen verfolgt den Gang der Entwicklung aufmerksam. „Die Gehälter der Mitarbeiter sind für drei Monate über die Bundesagentur gesichert.“, kommentierte OB Henle. „Wir wünschen uns, dass alle Beteiligten einen Weg finden, um das Unternehmen wieder „zurück in die Zukunft“ zu führen, um so die lokalen Arbeitsplätze langfristig zu sichern.“